Niacinamid
Niacinamid ist auch als Vitamin B3 bekannt und als Nicotinamid Adenin Dinucleotid (NAD) oder Nicotinamid Adenin Dinucleotid Phosphat (NADP) beziehungsweise deren reduzierte Formen NADH und NADPH ein Cofaktor bei einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen.
Niacinamid ist auch als Vitamin B3 bekannt und als Nicotinamid Adenin Dinucleotid (NAD) oder Nicotinamid Adenin Dinucleotid Phosphat (NADP) beziehungsweise deren reduzierte Formen NADH und NADPH ein Cofaktor bei einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen. Entsprechend kann Niacinamid zahlreiche Funktionen der Haut beeinflussen. In älteren Zellen sind die NADPH-Spiegel deutlich erniedrigt, sie können aber durch exogene Zufuhr von Niacinamid erhöht werden. Eine topische Behandlung der Haut mit Niacinamid verbessert die Synthese wesentlicher Bestandteile der Hautbarriere und vermindert so den transepidermalen Wasserverlust und die Widerstandsfähigkeit der Haut gegenüber in entsprechenden Tests verwendeten schädigenden Wirkstoffen wie Natriumlaurylsulfat. Niacinamid steigert die Synthese von Ceramiden, freien Fettsäuren und Cholesterin. Auch Glucosylceramid und Sphingomyelin werden vermehrt synthetisiert. Dadurch wird eine gezielte Verbesserung der für den transepidermalen Wasserverlust wesentlichen Barrierefunktion der Haut ermöglicht. Hingegen wird die in alternder Haut pathologisch gesteigerte Synthese von Glycosa-minglycanen auf einen normalen, für die Strukturerhaltung förderlichen Umfang reduziert. Niacinamid vermag daneben die bei lichtgeschädigter oder gealterter Haut zu beobachtenden Pigmentunregelmässigkeiten zu beseitigen. Klinische Doppelblind-Studien belegen eine deutliche Verbesserung der Hauttextur, Hautrötung und Pigmentverschiebung.
